Arbeitsplatz am Küchentisch

Spontan in’s Home-Office

Vielleicht hast Du bereits eine Vereinbarung mit Deinem Arbeitgeber oder Auftraggeber getroffen, dass Du für bestimmte Wochentage (z.B. freitags) im Home-Office arbeiten darfst. Dies ist bereits ein Erfolg. Du kannst ohne die morgendliche Autofahrt und ohne Stau in den Arbeitstag starten. Durch die eingesparte Zeit kannst Du pünktlich Feierabend machen und entspannt in das Wochenende starten. Du packst am Donnerstagabend Dein Notebook und Deine sonstige, benötigte Ausrüstung ein, um am Freitag im Home-Office arbeiten zu können.

Für alle Fälle

Die vorweg geplante, wöchentliche Arbeit im Home-Office am Freitag ist super. Doch was passiert, wenn Du am Dienstagabend nach einem langen Arbeitstag im Briefkasten die Info-Karte vom Schornsteinfeger findest, der sich für den Folgetag zwischen 8:00 und 15 Uhr anmeldet? Entweder versuchst Du den „vereinbarten“ Termin zu verschieben oder Du arbeitest am Mittwoch spontan im Home-Office.

Um wirklich flexibel reagieren zu können, solltest Du Dich somit auch immer auf die kurzfristige Option auf Home-Office einstellen. Benötigst Du lediglich Dein Notebook für die tägliche Arbeit, ist dies kein Problem. Wenn Dein Arbeit- bzw. Auftraggeber es erlaubt, kannst Du es einfach täglich mit nach Hause nehmen. Die VPN-Verbindung zum Firmennetzwerk ist bei Dir in dem Fall bereits eingerichtet, da Du ja bereits jeweils am Freitag im Home-Office arbeitest. Technisch ist somit alles vorbereitet, sodass Du mit wenig Aufwand Deine Flexibilität ausweiten kannst.

Möchtest oder kannst Du Dein Notebook nicht täglich auf Deiner Pendelstrecke mitführen, benötigst Du für Deine flexible Home-Office-Nutzung weitere technische Hilfsmittel. Du könntest mit der IT-Abteilung Deines Arbeitgebers oder Auftraggebers besprechen, ob neben der bereits existierenden VPN-Verbindung eine sog. Remote-Desktop-Verbindung (RDP) eingerichtet werden kann. Bei dieser Art des Fernzugriffs verbleibt Dein Notebook am Arbeitsplatz im Büro Deines Arbeit- oder Auftraggebers. Durch die Remote-Desktop-Verbindung hast Du jedoch die Möglichkeit, Dich von einem anderen Computer (z.B. Deinem privaten Computer) auf Dein im Firmenbüro befindlichen Notebook einzuwählen. Dies ermöglicht Dir, auch spontan aus dem Home-Office über Deinen privaten Computer Dein betriebliches Notebook zu nutzen. Bitte sprich mit der IT-Abteilung über dieses Vorhaben und installiere nicht auf eigener Faust eine der bekannten Softwarelösungen zur Fernwartung (z.B. Teamviewer, AnyDesk etc.). Diese Softwareanwendungen können gegen das IT-Sicherheitskonzept Deines Arbeit- oder Auftraggebers verstoßen.

Nicht zu vergessen: Die flexible Nutzung der Option auf Home-Office betrifft natürlich nicht nur Dich selbst, sondern auch Deine Arbeitskollegen. Du solltest also vorweg mit Ihnen abklären, wie ihr dieses Thema bei euch im Team umsetzen wollt.

Fazit

Hast Du bereits die Option auf Home-Office mit Deinem Arbeit- oder Auftraggeber ausgehandelt, ist dies bereits ein großer Erfolg. Die Festlegung fester Home-Office-Tage hat jedoch den Nachteil, dass Du nicht flexibel auf etwaige Lebenssituationen reagieren kannst.

Um die Flexibilität der Home-Office-Nutzung weiter auszuweiten, solltest Du dieses Vorhaben vorweg mit Deinen Arbeitskollegen besprechen. Anschließend müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Kannst du täglich Dein Firmen-Notebook mit nach Hause nehmen, ist dies kein Problem. Du kannst einfach Deine bereits eingerichtete VPN-Verbindung nutzen. Falls dies nicht möglich ist, solltest Du mit Deiner IT-Abteilung die Einrichtung und Nutzung einer Remote-Desktop-Verbindung besprechen.

Sind auch die technischen Voraussetzungen geschaffen, steht der flexiblen und effizienteren Nutzung Deiner Lebens- und Arbeitszeit nichts mehr im Wege. Auch der Paketbote, der Schornsteinfeger und die Umwelt werden Dir danken!

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