Screenshot von freedom.to

Selbstdisziplinierung mit freedom.to

Am Morgen nicht die E-Mails checken, nicht den Newsfeed in den sozialen Netzwerken durchscrollen und eisern an der wichtigsten Aufgabe des Tages arbeiten. Das wünschen wir uns doch alle und nehmen es uns auch vor. Kaum ist der Kaffee gekocht und der Computer eingeschaltet, weicht unser Verhalten von unserer Planung ab: Wir prüfen „nur eben ganz kurz“, was in der Welt passiert ist und ob nicht doch irgendeine wirklich wichtige E-Mail im Postfach gelandet ist. Die Zeit vergeht und bis zur Frühstückspause haben wir (aufgerundet) 0 Minuten an unserer eingeplanten, wichtigen Aufgabe gearbeitet.

Es ist nicht so, dass wir uns aktiv dazu entscheiden, zu prokrastinieren. Die sozialen Netzwerke sind so gestrickt, dass es uns leicht gemacht wird. Ich will nicht sagen, dass wir nichts dafür können, aber es passiert nunmal: Beinahe unterbewusst öffnen wir einen neuen Browser-Tab und geben „faceb…“ ein. Man könnte nun sagen „Lass‘ es doch einfach“, aber das ist ja nicht immer so einfach. Erst recht nicht, wenn die Alternative die Erledigung der zwar wichtigen, aber weniger attraktiven Aufgabe ist.

Durchgreifen

Wie kann man das eingangs beschriebene Problem lösen? Vor ca. sechs Wochen wurde ich durch den Selbstmanagement-Podcast von Thomas Mangold auf die App freedom.to aufmerksam gemacht. Es handelt sich um eine App, die Freiheit verspricht: Freiheit für die Erledigung der wichtigsten Aufgaben.

Einfach gesagt blockiert die App einfach alle vorweg definierten Webseiten und Apps, die uns von der Erledigung der wichtigsten Aufgaben ablenken könnten. Dabei arbeitet die App mit sog. Sessions. Dabei handelt es sich um Zeiträume, in denen wir ablenkungsfrei arbeiten möchten.

Es gibt Apps für alle gängigen Betriebssysteme. Die Sessions werden über alle Endgeräte (Notebook, Smartphone) synchronisiert. Der Start einer Session auf dem Notebook kann somit auch automatisch die Nutzung von WhatsApp auf dem Smartphone blockieren.

Der Preis für die Erhöhung der Produktivität: Freedom.to kann kostenlos getestet werden, kostet anschließend jedoch ein paar Euro (zur Preisliste). Neben der monatlichen und jährlichen Zahlungsweise gibt es auch eine Lizenz, die für die Lebenszeit gültig ist. Vielleicht solltest Du vorweg die kostenlose Testphase ausprobieren und anschließend auf die monatliche Zahlung ausweichen. Sobald sich die Nutzung von freedom.to für Dich etabliert hat, kannst Du über eine jährliche Zahlungsweise oder sogar eine Lizenz auf Lebenszeit nachdenken.

Autopilot

Das in der Einleitung beschriebene Problem lässt sich durch das manuelle Starten einer freedom.to-Session nicht lösen. Man startet die Fokus-Session dann halt erst nach dem Lesen der E-Mails und umgeht damit die sich selbst auferlegten Regeln. Aufgrund dessen unterstützt freedom.to sog. „Schedules“ (ähnlich der Serientermine im Kalender). Dies sind geplante, sich wiederholende Sessions, die automatisch starten. Dadurch kannst Du Dir vorweg Zeitfenster für die konzentrierte Arbeit blocken.

Im Beitragsbild kannst Du erkennen, dass ich zwei Schedules eingerichtet habe: Die morgendliche Zeitspanne zwischen 05:00 und 07:00 Uhr für die Arbeit an der wichtigsten Aufgabe des Tages (Fokuszeit) und die abendliche bildschirmfreie Zeit ab 20:00 Uhr (Feierabend).

Die Schedules sind eine tolle Sache. Stehe ich morgens auf, läuft die Session „Fokuszeit“ bereits. Ich komme gar nicht in Versuchung, andere Dinge zu erledigen. Auch die Feierabend-Session ab 20 Uhr ist super. Lesen, fernsehen etc. sind erlaubt. Um 22 Uhr noch eben die E-Mails abrufen funktioniert jedoch nicht, da die Mail-Apps geblockt sind.

Fazit

Die App freedom.to ist wirklich super. Sie kostet zwar ein paar Euro, bietet jedoch eine ablenkungsfreie Zeit für die Arbeit an den wirklich wichtigen Aufgaben. Nachdem meine geplante Fokuszeit zwischen 5:00 und 7:00 Uhr beendet wurde, kann ich ganz entspannt in den Rest des Arbeitstages starten. Denn: Ich habe die wichtigsten Aufgaben bereits erledigt (Eat that frog*).

Weiterführend: Welche Apps sich im Allgemeinen für die Steigerung des Produktivität eignen, wird im Artikel Apps für eine bessere Produktivität vorgestellt.

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Weitere Infos gibt es auf der Info-Seite.

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