Tasche mit Notizbuch

Freien Kopf durch’s Notizbuch

OneNote, Google Notizen, Evernote oder die Notizen-App von Nextcloud? Wo erfasst und verwaltest Du Deine Notizen? Für Deine persönlichen Notizen gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Das gute alte Notizbuch aus Papier.

Neben den Organisationswerkzeugen in meiner Nextcloud nutze ich seit sechs Monaten wieder ein analoges Notizbuch. Genau genommen handelt es sich um ein sog. Bullet-Journal. Ich möchte in diesem Artikel nicht darauf eingehen, was ein Bullet-Journaling ist und wie es funktioniert. Das haben andere Leute schon viel besser gemacht, als ich es könnte. Schaue Dir am besten einmal dieses Video an und komme anschließend zu diesem Artikel zurück. Bis gleich! 🙂

Sorry, aber ich arbeite digital

Als ich das erste Mal vom Bullet-Journal gehört habe, habe ich es mit den Worten

„Ein Papier-Notizbuch? Nein, danke. Ich mache das alles digital über die Notizen-App und das Kanban-Board meiner Nextcloud“

abgetan. Nach einigen, weiteren Gesprächen war ich dann doch angefixt, sodass ich es einmal ausprobieren wollte. Wie es sich gehört, habe ich nicht direkt losgelegt, sondern erst einmal das Buch „Die Bullet-Journal-Methode*“ von Ryder Carroll gelesen. Das Buch ist sehr gut geschrieben und verleitet dazu, direkt beginnen zu wollen. Dennoch habe ich diszipliniert das Buch abgeschlossen, um im Anschluss mein erstes Bullet-Journal anzulegen.

Dieser Zeitpunkt liegt nun sechs Monate zurück, sodass ich gerne einmal die wichtigsten Erkenntnisse aus der Arbeit mit einem Bullet-Journal weitergeben möchte.

Brain-Dumping

Als wirklich großen Vorteil des Bullet-Journals hat sich für mich das Rapid-Logging im Daily-Log erwiesen. Fallen mir im Laufe des Tages noch zu erledigende Aufgaben, Ideen o.ä. ein, kann ich diese einfach im Daily-Log abladen. Ich muss mich nicht weiter darum kümmern. Es muss zu dem Zeitpunkt nicht festgelegt werden, ob und wann ich diese Aufgabe oder Idee bearbeite, wie diese priorisiert werden muss und/oder ob diese überhaupt wichtig ist. Sie wird ohne Wertung in’s Daily-Log aufgenommen, ist dort erst einmal geparkt und lenkt mich nicht weiter ab. Ein echter Produktivitäts-Booster.

Review und Planung

Erst am Abend bearbeite ich die Einträge, die sich im Laufe des Tages im Daily-Log angesammelt haben. Einige Punkte kann ich direkt abhaken oder durchstreichen. Andere Punkte müssen noch erledigt werden, sodass sie in die nächste Woche oder in das (eher langfristigere) Future-Log verschoben werden. Aus den im Daily-Log abgelegten Notizen werden bei Bedarf ebenfalls Aufgaben abgeleitet, die im Future-Log oder Weekly-Log der nächsten Woche abgelegt werden. Erst zu diesem Zeitpunkt denke ich tatsächlich über die im Laufe des Tages gesammelten Gedanken nach und bereite diese auf.

Fazit

Obwohl ich die Bullet-Journal-Methode als digital geprägte Person anfangs belächelt habe, hat sie sich inzwischen in meinem Alltag bewährt. Sie hilft mir dabei, aufkommende Gedanken fest- und zeitgleich meinen Kopf freizuhalten. Ebenfalls vorteilhaft ist für mich die abendliche Aufbereitung des vergangenen Tages sowie die Planung des nächsten Tages. Durch das analoge Bullet-Journal kann ich dies vollkommen bildschirmfrei erledigen und lasse mich dabei nicht ungewollt ablenken.

Hast Du bereits Erfahrung mit der Bullet-Journal-Methode gemacht? Es heißt ja, dass jeder die Methode für sich an die eigenen Bedürfnisse anpasst. Vielleicht hast Du ein paar Tipps und Tricks, wie Du diese tolle Methode für Dich angepasst hast. Schreibe es gerne in die Kommentare.

Nützliche Links

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