Schreibtisch mit Laptop und Smartphone

Ein Leben ohne Drucker

Vor ca. einem Monat ist mir nach langer Zeit das Drucker-Papier ausgegangen. Statt mir direkt neues Papier für die gelegentlichen Druck-Vorgänge zu kaufen, habe ich mich zu einem Selbstversuch entschieden: Ich kaufe kein neues Drucker-Papier und versuche für einen Monat wirklich alles digital zu erledigen. Dabei konnte ich einige wichtige Erfahrungen sammeln, die ich in diesem Artikel zusammenfassen möchte.

Digital signieren mit dem Mac

Während des vergangenen Monats musste ich einige Dokumente ausfüllen und unterschreiben. Bisher habe ich diese teilweise noch ausgedruckt, ausgefüllt, unterschrieben und anschließend wieder eingescannt. Aufgrund des fehlenden Druckers musste ich mich nun mit der Funktion Ausfüllen und Unterschreiben von PDF-Formularen der MacOS-App „Vorschau“ auseinandersetzen. Sie ermöglicht es, seine Unterschrift digital in der Anwendung zu hinterlegen, sodass sie zukünftig einfach in PDF-Formulare eingefügt werden kann. Einmal eingerichtet, kann ich dadurch zukünftig sehr einfach und vollkommen digital PDF-Dokumente ausfüllen und unterschreiben. Einen Drucker benötige ich für diesen Anwendungsfall in Zukunft nicht mehr.

Verträge kündigen

Bei Verträgen und Kündigungen haben meine Vertragspartner zum Teil noch auf das klassische Papier bestanden. Somit habe ich die entsprechenden Dokumente ausgedruckt, unterschrieben und via Einschreiben verschickt. Da dies während des Selbstversuches nicht möglich war, habe ich Kündigungen digital erstellt, anschließend mit der MacOS-Vorschau unterschrieben und via E-Mail an den Vertragspartner verschickt. Dies hat sehr gut funktioniert, sodass ich es in Zukunft so weiterführen werde. Solange ich nicht kurz vor Ende der Kündigungsfrist etwas kündigen muss, werde ich auf den Versand via Einschreiben verzichten und primär den Versand via E-Mail nutzen. Falls dennoch etwas physisch als Brief zugestellt werden muss, werde ich weiterhin das Angebot E-Post der Deutschen Post verwenden.

Pakete versenden

Pakete empfange und versende ich seit Jahren – wenn möglich – über die Packstationen der DHL. Es ist sehr einfach und ermöglicht die Abholung und Einlieferung von Paketen zu jeder Tageszeit. Die Paket-Marken für zu versendende Paket buche ich immer über die Online-Frankierung der DHL. Anschließend drucke ich sie zuhause aus und bringe sie am Paket an, damit die Einlieferung in die Packstation schnell vonstatten geht. Aufgrund des nicht einsatzbereiten Druckers musste ich für das print@home der DHL-Versandmarken eine Alternative finden.

An den Packstationen hatte ich in der Vergangenheit beiläufig die Funktion „Versandmarke an der Packstation ausdrucken“ gesehen, sie aber bisher noch nicht getestet. Es ergab sich somit nun die Gelegenheit, diese Funktion auszuprobieren. Nachdem ich mir wie gewohnt online die DHL-Versandmarke gekauft habe, erhielt ich eine E-Mail mit der Versandmarke als PDF-Datei. Ebenfalls in diesen E-Mails befindet sich ein QR-Code. Statt die Versandmarke selbst auszudrucken, kann dieser QR-Code einfach an der Packstation eingescannt werden. Anschließend wird die Versandmarke von der Packstation ausgedruckt. Diese wird am Paket angebracht und dieses anschließend in der Packstation abgelegt – Fertig.

Das Ausdrucken der Versandmarken an den Packstationen ist wirklich einfach, sodass ich es zukünftig immer so machen werde. Die Versandmarken kann man sich übrigens mithilfe des QR-Codes auch in den DHL-Filialen und -Paketshops ausdrucken lassen. Ein Drucker ist für das Versenden von Paketen somit für mich nicht mehr notwendig.

Fazit

Den Monat ohne Drucker habe ich gut überstanden. Anfangs gab es Situationen, bei denen ich mich über den nicht einsatzbereiten Drucker geärgert habe. Statt fix etwas auszudrucken, musste ich mir überlegen, ob und wie ich das jeweilige Problem digital lösen kann. Das hat auch für alle Anwendungsfälle geklappt. Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich den Drucker im Monat des Selbstversuches nicht benötigt habe. Schlussendlich konnte alles digital erledigt werden. Ich werde es so weiterführen und den Drucker mittelfristig abgeben, wenn sich weiterhin bestätigt, dass ich ihn nicht benötige. Dadurch entfällt dann auch das Ärgern über die Druckerpatronen, die gefühlt nach 10 gedruckten Seiten schon wieder leer oder durch die seltene Nutzung eingetrocknet sind.

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