Brompton Faltrad

Mobil mit dem Faltrad

Als Zusatz zum Artikel Auto, Bahn, Bus oder Flugzeug möchte ich gerne noch einmal auf das Thema eingehen. Ich selbst nutze sehr gerne die Bahn, da ich die Fahrtzeit zum größten Teil zum Arbeiten nutzen kann. Im Gegensatz zum Auto hat die Nutzung der Bahn jedoch den Nachteil, dass ich an die Knotenpunkte der Bahn, Straßenbahn und U-Bahn gebunden bin. Mit dem Auto kann ich direkt bis zur Haustür des Ziels fahren. Möchte ich die Bahn nutzen, bin ich darauf angewiesen, dass der Zielort gut an öffentliche Verkehrsmittel angebunden ist.

Alternativ könnte ich die Strecke zwischen Bahnhof und Zielort mit dem Fahrrad zurücklegen. Seit 2 Jahren mache ich dies und habe mir dafür ein Faltrad des Herstellers Brompton zugelegt. Ich nehme es mit, wenn ich weiß, dass ich am Zielort mobil sein muss. Das Hotel liegt 3km vom Arbeitsort entfernt? Kein Problem, denn die Distanzen lassen sich flexibel und locker mit einem Faltrad überbrücken.

Das richtige Faltrad

Ein Vergleich mit anderen Falträdern hat ergeben, dass die Brompton-Falträder nur ca. 12kg wiegen, ein kleineres Packmaß haben und sich gut transportieren lassen. Durch die Art des Zusammenfaltens sind sie sehr kompakt und stehen stabil. An den Bahnhöfen habe ich oft Falträder beobachtet, die sich wie Schmetterlinge zusammenfalten lassen. Diese sind im Transport sehr unhandlich und können oft nicht abgestellt werden, ohne den Fahrradrahmen am Boden ablegen zu müssen (Kratzer sind somit vorprogrammiert).

Preislich liegen die Brompton-Falträder leider oft weit über den weiteren, angebotenen Falträdern. Warum also ein teures, gebrauchtes Brompton-Faltrad zulegen, wenn es auch ein neues Faltrad für 199€ beim Discounter gibt? Wir hatten schon einige Brompton-Falträder, die wir teilweise auch wieder verkauft haben, wenn wir diese nicht mehr benötigt haben. Preislich haben wir nie unter dem ursprünglichen Einkaufspreis verkaufen müssen. Brompton-Falträder sind ein wenig wie Apple-Hardware – Die Wertminderung ist sehr gering, wenn nicht sogar teilweise negativ. Vor dem ersten Brompton hatte ich auch ein günstiges Faltrad für 180€. Dies lies sich wie ein Schmetterling zusammenfalten und lief auch sehr gut. Nach einigen Monaten war jedoch schon der Scharnier ausgeschlagen, an dem das Fahrrad zusammengefaltet wird. Das kann bei einem Brompton-Faltrad konstruktionsbedingt nicht passieren.

Ein Beispiel zum Thema Werthaltigkeit: Mein erstes Brompton-Faltrad war aus dem Jahr 1998. Es war somit bereits 20 Jahre alt, aber immernoch in einem super Zustand. Wir haben es für ca. 800€ gekauft und nach einem Jahr auch wieder für den gleichen Preis verkauft.

Der Transformer unter den Fahrrädern

Neben der Flexibilität am Zielort bieten Falträder noch einen weiteren, wesentlichen Vorteil für Mobile Worker. In der Bahn gilt ein zusammengefaltetes Faltrad als Gepäckstück und darf somit kostenlos mitgeführt werden. Die Mitnahme eines normalen Fahrrades kostet i.d.R. min. 5€ pro Tag. Vor dem Einsteigen in die Bahn transformiert das Faltrad somit zum Gepäckstück und wird mit in die Bahn genommen. Da man kein Fahrrad, sondern nur ein kompaktes Gepäckstück dabei hat, ist man auch nicht an die Fahrrad-Wagons gebunden, sondern kann einsteigen, wo man möchte.

Fazit

Das Faltrad ist eine gute Ergänzung zum Fahren mit der Bahn. Es ermöglicht, dass am Start- und Zielort kleinere Distanzen überbrückt werden können und wir als Mobile Worker nicht 100% an die Anbindung öffentlicher Verkehrsmittel angewiesen sind. Ich empfehle die Falträder von Brompton, für den Anfang kann man jedoch auch ein anderes Faltrad nutzen, um es auszuprobieren. Die beste Erfahrung habe ich jedoch mit Brompton gemacht, da diese bei Bedarf auch wieder sehr gut verkauft werden können. Dass die Falträder kostenlos in der Bahn mitgeführt werden dürfen, ist ein zusätzlicher Vorteil. Es muss kein kein zusätzliches Ticket für das Fahrrad gebucht werden, sodass das Faltrad auch ganz spontan eingepackt werden kann. Insgesamt bietet die Ergänzung durch ein Faltrad sehr viele Vorteile, ich ich nicht mehr missen möchte.

Nutzt ihr auch Falträder während eurer Geschäftsreisen? Habt ihr noch Tipps, um das Reisen mit einem Faltrad noch angenehmer zu machen?

Ein Gedanke zu „Mobil mit dem Faltrad“

  1. Als ich noch in den Niederlanden gearbeitet habe und mit dem Zug gependelt bin, habe ich viele Pendler mit dem Dahon Curl gesehen. Das Ein- und Aussteigen aus dem Zug ging sehr fix.

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