Server im Rechenzentrum

Welchen Webhosting-Anbieter wählen?

Nachdem ich seit nun über 10 Jahren eigene Web-Projekte entwickle und betreibe, möchte ich gerne meine Erfahrungen zu dem Webhosting-Anbieter teilen, auf den ich seit Tag 0 setze. Es geht um all-inkl.com*. Der Name lässt vermuten, dass es sich um einen kostenlosen Anbieter handelt – dem ist jedoch nicht so. All-inkl.com ist ein deutscher Hosting-Anbieter, der seine Server in einem Rechenzentrum in Dresden betreibt.

Webhosting oder eigenen Server?

Bei all-inkl.com kann man Webhosting-Pakete oder ganze Server mieten. Bei den Webhosting-Paketen teilt man sich einen Server mit 30 bis 100 anderen Kunden. Es gibt die Webhosting-Pakete „Privat“, „PrivatPlus“, „Premium“ und „Business“, die preislich zwischen 4,95€ und 24,95€ liegen.

In den vergangenen 10 Jahren habe ich für die meisten Web-Projekte immer nur die Webhosting-Pakete genutzt. Einen dedizierten Server habe ich bisher nur für den Betrieb einer Automatensuchmaschine benötigt, die inzwischen jedoch eingestellt ist. Derzeit nutze ich das Webhosting-Paket „all-inkl Premium“, das 10 Inklusiv-Domains beinhaltet. Für den Preis von 9,95€ kann ich somit „kostenlos“ 10 Domains buchen. Ebenfalls bietet das „Premium“-Paket im Gegensatz zu den beiden „Privat*“-Paketen einen SSH-Zugang an. Als Techniker ist es sehr vorteilhaft, da man dann nicht immer alle Dateien via FTP transferieren muss. Es ist wesentlich schneller eine ZIP-Datei auf den Server zu schieben und dort via SSH-Zugang zu entpacken, als z.B. 15.863 Dateien für eine Nextcloud-Installation via FTP zu übertragen.

Was passiert, wenn ein anderer Kunde zu viel Last erzeugt?

Bei den Webhosting-Paketen teilt man sich einen Server mit 30 bis 100 anderen Kunden. Da stellt man sich natürlich die Frage, ob es möglich ist, dass andere Kunden zu viel Last auf dem Server erzeugen und sich dies negativ auf meine eigenen Web-Projekte auswirkt. Mir ist ein solcher Fall passiert, jedoch war ich in dem Fall die Person, die zu viel Last erzeugt hat. All-inkl.com hat in dem Fall sofort reagiert und meinen Account temporär auf einen dedizierten Server verschoben. Ich konnte dann in Ruhe entscheiden, ob ich in ein anderes Webhosting-Paket oder auf einen dedizierten Server umziehen möchte. Das hat gezeigt, dass all-inkl.com ein gutes Monitoring durchführt und bei Bedarf direkt handelt, um die Erreichbarkeit der Webseite der anderen Kunden nicht zu beeinträchtigen.

SSL-Zertifikate

Mithilfe von SSL-Zertifikaten wird ermöglicht, dass die Webseite via HTTPS erreichbar ist. Dadurch ist der Datenverkehr zwischen dem Browser des Benutzers und dem Webserver verschlüsselt. In der Vergangenheit waren SSL-Zertifikate verhältnismäßig teuer. Bei all-inkl.com kann man sich natürlich ein SSL-Zertifikat für die eigene Webseite buchen. Seitdem es jedoch Let‘s Encrypt gibt, kann jeder Webseiten-Betreiber kostenlos ein SSL-Zertifikat für seine Webseite beantragen. All-inkl.com hat die Beantragung von LetsEncrypt-SSL-Zertifikaten in die Domainverwaltung integriert, sodass diese mit nur zwei Klicks beantragt werden können. Es gibt keine Ausrede mehr, auf seiner Webseite keine HTTPS-Verbindung anzubieten!

Zwei Logins

Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass man bei all-inkl.com zwei Logins erhält. Einen Login für die MembersArea und einen Login für das KAS (Kunden-Administrations-System). In der MembersArea können die Verträge verwaltet, Rechnungen heruntergeladen und Domains sowie SSL-Zertifikate beantragt werden. Hier ist alles untergebracht, das einen kaufmännischen Kontext hat. Das KAS hingegen ist eine technische Administrationsoberfläche. Im KAS können E-Mail-Konten, Subdomains, Datenbanken etc. angelegt und verwaltet werden.

Für einen Einzelunternehmer ist die Aufteilung zwischen MembersArea und KAS eher umständlich. Für größere Unternehmen ist es jedoch durchaus sinnvoll. So könnte der IT-Leiter den MembersArea-Zugang verwalten und den KAS-Zugang problemlos an die Entwickler und Administratoren weitergeben, damit sie z.B. neue Datenbanken anlegen können. Sie haben jedoch keine Einsicht in die Rechnungen und können keine Domains kündigen.

Support

Während der 10 Jahre hatte ich natürlich auch schon des öfteren Kontakt zum Support von all-inkl. Ich habe immer via E-Mail Kontakt zum all-inkl-Support aufgenommen und erinnere mich noch sehr gut an meine erste E-Mail. Keine 5 Minuten, nachdem ich meine E-Mail an support@all-inkl.com geschickt hatte, erhielt ich eine Antwort. Meinen bisherigen Erfahrungen mit anderen Support-Anfragen zufolge bin ich davon ausgegangen, dass es sich um eine E-Mail à la „Vielen Dank für Ihre E-Mail! Wir werden Ihr Anliegen schnellstmöglich bearbeiten“ handeln muss. Zum Glück habe ich sie nicht direkt gelöscht, denn es handelte sich tatsächlich um eine E-Mail vom Support-Mitarbeiter, der mit eine Lösung für mein Problem nannte. Ich war wirklich überrascht, dass ich so schnell eine brauchbare Antwort erhielt. Diese Reaktionszeit hat sich auch in den darauf folgenden Support-Anfragen wiederholt.

Fazit

Mir gefällt es sehr gut, dass all-inkl.com nicht nur das Hosting übernimmt, sondern auch bei Problemen proaktiv handelt. Ich kenne zwar nicht den aktuelle Webhosting-Markt, jedoch ist der Support in meinen Augen unschlagbar. Ich kann all-inkl.com* als Hosting-Anbieter bedingungslos empfehlen*.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.