Frosch mit Geldsack

Ist Offline-Banking sicherer als Online- oder Mobile-Banking?

Aufbauend auf das Thema Bargeldlos und mobil bezahlen tauchen wir in diesem Artikel an die Wasseroberfläche und schauen, welche weiteren Banking-Möglichkeiten geboten werden. Konkret geht es um das Offline-Banking und die Banking-Alternativen, die uns das Internet bietet.

Der Unterschied zwischen Online- und Mobile-Banking

Unter Online-Banking versteht man das klassische Banking, das von Zuhause am Computer über die Webseite des Bankinstituts erfolgt. Man loggt sich ein, füllt den virtuellen Überweisungsträger aus, bestätigt die Transaktions mit einer TAN und tätigt die Überweisung. Mobile-Banking hingegen ist erst durch die Smartphones möglich geworden. Das Banking erfolgt nicht mehr über die Webseite des Bankinstituts, sondern über die App der Hausbank oder eine Drittanbieter-App. Das Mobile-Banking erfolgt viel mehr „ad hoc“. Dem Freund 8€ für das gemeinsame Geschenk überweisen? Schnell das Smartphone schnappen und nach 3 Klicks und 2 Wischgesten ist das Geld überwiesen. Der Unterschied zwischen Online- und Mobile-Banking ist nicht nur eine Frage der Hardware (Computer oder Smartphone), sondern auch die Art, wie wir Banking „leben“.

Was ist am sichersten?

Es gibt Leute, die strikt gegen Online-Banking eingestellt sind. Und es handelt sich nicht ausschließlich um Senioren, sondern auch um Personen der jungen Generation. Sie nennen als Grund, dass Ihnen das zu gefährlich ist. Sie nutzen kein Online-Banking und auf‘s Handy kommt denen das auf gar keinen Fall. Was ist die Alternative? Ist es am sichersten, seine Bankgeschäfte ausschließlich Vorort in der Bankfiliale zu tätigen und seine Kontoauszüge am Automaten zu ziehen?

Dass auch das Abgeben eines Überweisungsträgers in der Bankfiliale unsicher sein kann, hat die ZDF-Sendung „Wiso“ herausgefunden. Sie haben herausgefunden, dass viele der Banken gar nicht prüfen, ob die Daten aus dem Überweisungsträger schlüssig sind. Lt. den Banken werden aus Zeit- und Kostengründen die Überweisungen nur stichprobenartig geprüft. Es ist also u.U. möglich, dass ein Fremder einen Überweisungsträger ausfüllt und Geld von unserem auf sein Konto überweist. Die Unterschrift wird gefälscht, denn sie wird lt. dem Test der ZDF-Sendung „Wiso“ sowieso in vielen Fällen nicht geprüft. Das Resultat ist, dass uns unberechtigterweise Geld abgebucht wurde – und das ganz ohne Online- oder Mobile-Banking.

Als Verfechter des Mobile-Bankings bin ich begeistert von den Echtzeit-Benachrichtigungen. Tätige ich z.B. im Supermarkt eine Zahlung mit meiner N26-Kreditkarte, erhalte ich sofort eine Benachrichtigung auf‘s Smartphone, die mich über die durchgeführte Zahlung informiert. Auch über unberechtigte Abbuchungen würde mich die Banking-App umgehend informieren. In dem Fall kann ich direkt reagieren und die Buchung stornieren.

Wie würde das Ganze in der Welt des Offline-Bankings aussehen? Ich würde meinen Einkauf mit der EC-Karte bzw. Girocard bezahlen und beim 14-tägigen Abholen der Kontoauszüge sehen, dass das Geld abgebucht wurde. Im Worst-Case würde ich auch erst dann sehen, dass neben den autorisierten Zahlungen auch eine unberechtigte Abbuchung erfolgt ist. Evtl. liegt diese bereits 2 Wochen zurück, sodass mir wenig Zeit für eine Stornierung bleibt. Bei der Nutzung von Online- oder Mobile-Banking wäre dies nicht passiert. Ich hätte die unautorisierte Zahlung viel früher bemerkt und entsprechend handeln können.

Fazit

Aus meiner Sicht ist Offline-Banking nicht die Lösung, denn auch diese Banking-Variante birgt Risiken. Auch die Nutzung von Mobile-Banking ist nicht risikolos. Es bietet jedoch aufgrund der Transparenz durch Echtzeit-Benachrichtigungen eine erhöhte Sicherheit bzw. entsprechend zeitnahe Handlungsmöglichkeiten.

Was sind eure Erfahrungen mit Offline-, Online- und Mobile-Banking? Nutzt ihr Online-Banking oder ggf. auch Mobile-Banking auf eurem Smartphone? Gab es bereits schlechte Erfahrungen mit den verschiedenen Banking-Varianten?

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