Sicher arbeiten an öffentlichen Orten

Am Bahnsteig, im Café oder während der Bahnfahrt die Zeit nutzen, um noch ein paar E-Mails zu beantworten und die letzten Quartalszahlen zu prüfen. Wer hat noch nie den Geschäftsreisenden in der Bahn gesehen, der an der nächsten Powerpoint-Präsentation gearbeitet hat? Die Frage ist: Wieso haben wir alle schon so etwas gesehen? Wieso wissen wir, dass die Person an einer Präsentation gearbeitet hat?

Powerpoint-Präsentation enthalten i.d.R. Informationen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Sie enthalten interne Geschäftszahlen und zukünftige Strategiemaßnahmen. Aufgrund dessen sollte bestenfalls nicht an öffentlichen Orten an solchen Themen gearbeitet werden. Man weiß ja nie, wer im Zug neben oder hinter einem sitzt.

Blickschutzfilter

Abhilfe schaffen sog. Blickschutzfilter. Es sind dünne Folien, die auf dem Notebook- oder Smartphone-Display angebracht werden. Einfach gesagt lässt die Folie lediglich das Bild durch, das in einem bestimmten Winkel zu sehen ist. Alles außerhalb dieses Bereiches sieht lediglich ein schwarzes Bild. Im folgenden Video wird dies gut demonstriert:

Der Praxistest

Als ich mir die Blickschutzfolie von upscreen* für mein (damals noch) Macbook Pro 15 zugelegt hatte, habe ich sie natürlich zuhause direkt ausprobiert. Notebook hinstellen und die Position eines potentiellen Sitznachbarn einnehmen. Es war tatsächlich nichts mehr zu sehen. Erst, wenn die Bildschirmhelligkeit auf 100% erhöht wurde, schimmerte ein wenig der Inhalt durch.

Da ich zu der Zeit täglich mit der Bahn nach Hamburg gependelt bin, habe ich den Blickschutzfilter direkt am nächsten Tag ausprobiert. Die Folie hatte ich bereits zuhause montiert, sodass ich in der Bahn lediglich mein Notebook aufklappen musste. Im Blickwinkel konnte ich sehen, dass die Person neben mir zwischendurch immer mal wieder zu mir rüber geschaut hat. Vermutlich nicht, um aktiv Spionage zu betreiben, sondern vermutlich eher aus Langeweile. Nach ca. 5 Minuten kommt dann die alles erklärende Frage: „Oh, geht dein Macbook nicht mehr an?“ Ich musste schmunzeln und habe dem Sitzpartner erklärt, dass lediglich eine Blickschutzfolie montiert ist.

Die Frage des Sitznachbarn bedeutete sehr viel. Sie hat mir bestätigt, dass der Blickschutzfilter wirklich gut funktioniert. Er ist davon ausgegangen, dass mein Macbook ausgeschaltet ist und muss tatsächlich nichts von meinen Displayinhalten gesehen haben.
Testergebnis: Mit Bravur bestanden.

Fazit

Seit diesem sehr erfolgreichen Test in der Bahn bringe ich während der Arbeit an öffentlichen Orten immer den Blickschutzfilter an. Für eine Folie erscheint der Preis in Höhe von ca. 50€ als übertrieben, jedoch leistet sie wirklich gute Arbeit. Für viele Notebook-Modelle gibt es vorgefertigte Folien* im passenden Format. Für mein Dell XPS 13 habe ich einfach die Folie zugeschnitten, die ich mir für mein Macbook Pro zugelegt hatte. Wenn die mobile Arbeit mit deinem Arbeitgeber abgeklärt ist, wird dieser sicherlich auch bereit sein, dir für die Arbeit in der Bahn einen solchen Blickschutzfilter zu kaufen. Weitere Tipps zur Arbeit in der Bahn gibt es im Artikel Arbeiten in der Bahn.

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