Was braucht man für mobiles Arbeiten?

Neben einer Internetverbindung via WLAN oder mobilem Hotspot des Smartphones benötigt man auch noch ein wenig technisches Equipment, um nicht nur mobil zu sein, sondern auch arbeiten zu können. Im Folgenden wird beschrieben, was ich täglich bei mir führe – bei der Bahnfahrt zu einem Termin oder einem kurzen Trip innerhalb deutschlands.

Rucksack

Sehr lange habe ich die Laptop-Tasche von Wenger* eingesetzt. Sie ist sehr gut verarbeitet und bietet viel Platz für mein Equipment. Auf Dauer hat mich jedoch gestört, dass ich durch die Tasche nicht ständig meine Hände frei hatte. Entweder musste ich sie mit einer Hand tragen oder ständig den Schultergurt neu auf der Schulter justieren. Somit bin ich auf einen Rucksack umgestiegen. Nach langer Recherche bin ich dann auf den hardwrk Backpack Pro* gestoßen. Er bietet viele Taschen, ist schlicht gehalten und wurde gemeinsam mit Deuter für den Business-Bereich entwickelt.

Das Notebook-Fach des Rucksacks ist genau auf das Macbook Pro zugeschnitten. Da ich zur der Zeit noch ein Macbook Pro eingesetzt habe, passte es sehr gut. Aber auch mein Dell XPS, das ich seit einigen Monaten einsetze, passt sehr gut hinein und ist durch die Polsterung sehr gut geschützt.

Der Rucksack ist mit ca. 130€ kein Schnäppchen. Es gab ihn auch mal im Angebot, das ich leider verpasst habe. Habe dann beim Hersteller hardwrk angefragt, ob es demnächst nochmal eine derartige Aktion geben wird. Das wurde selbstverstänidlich verneint, jedoch wurde mir angeboten, dass sie mir kostenlos eine Regenschutzhülle* im Wert von 19,90€ dazu geben würden. Die Leute bei hardwrk sind wirklich sehr nett und hilfsbereit.

Je nach Art und Umfang der Reise benötigt man auch Kleidung und somit mehr Platz. Der Backpack Pro kann durch einen Reisverschluss von 19 Liter auf 26 Liter Fassungsvermögen erweitert werden und bietet dadurch Platz, um Kleidung für 1-3 Tage zu verstauen. Das gefällt mir besonders gut: Für den täglichen Bereich ist der Rucksack mit 19 Litern sehr handlich und liegt gut am Rücken an. Wenn man doch mal mehr mitnehmen muss, ist dies aber auch problemlos möglich, indem man ihn auf 26 Liter vergrößert.

Notebook

Bis Mitte 2018 habe ich ein Macbook Pro aus dem Jahre 2011 eingesetzt. Ein wirklich tolles Gerät, das auch nach 7 Jahren noch eine ausreichende Performance geboten und sehr zuverlässig funktioniert hat. Dennoch musste ich als Software-Entwickler mal auf ein aktuelleres Notebook umsteigen und habe mich für das Dell XPS 13* entschieden. Wie das Macbook hat auch das Dell XPS-Notebook eine Aluminium-Hülle. Es ist sehr handlich, flott und hat eine sehr gute Akkulaufzeit. Somit steht auch der Arbeit in der Bahn nichts im Wege, in der es platz-technisch doch mal eng werden könnte und nicht immer eine Steckdose in Reichweite ist. Aufgrund der höheren Akkulaufzeit habe ich mich für das Full-HD-Modelll statt für das Modell mit dem 4K-Display entschieden. Als Betriebssystem nutze ich das Linux-Betriebssystem „Ubuntu“. Dell vertreibt das XPS als „Developer Edition“ auch mit einem vorinstallierten Ubuntu, sodass auch entsprechende Treiber dafür angeboten werden. Alternativ kann natürlich auch Windows installiert und eingesetzt werden.

Blickschutzfilter

Für die Arbeit an vertraulichen Dokumenten etc. nutze ich an öffentlichen Orten immer einen Blickschutzfilter*. Der wird als Folie auf dem Notebook-Display angebracht und verhindert, dass fremde Personen (z.B. der neugierige Sitznachbar in der Bahn) auf meinem Notebook mitliest. Die Blickschutzfolie habe ich mir zugelegt, als ich noch das Macbook Pro eingesetzt habe. Da ich für das Dell XPS keine passende Folie gefunden habe und es ein kleineres Display als mein Macbook Pro hat, habe ich die Folie entsprechend zugeschnitten, sodass ich Sie nun bei Bedarf einfach anbringen kann.

Netzteil + Kabel

Zu meinen Macbook-Pro-Zeiten habe ich neben den Standard-USB-Netzteilen für‘s Smartphone etc. auch immer das Macbook-Netzteil mit MagSafe-Anschluss dabei gehabt. Das Dell XPS 13 hat (so wie die neuen Macbooks auch) mehrere USB-C-Anschlüsse.

Da mein Smartphone (das Oneplus 3T) ebenfalls einen USB-C-Anschluss hat, bot es sich an, die verschiedenen Netzteile durch ein universelles Netzteil zu ersetzen. Nach einiger Recherche habe ich mich für das AUKEY USB C Ladegerät* entschieden. Neben zwei USB-A-Anschlüssen hat es ebenfalls einen USB-C-Anschluss, der Power Delivery mit 60W Leistung bietet.

Das Dell XPS benötigt mindestens 45W Leistung, sodass man mit den 60W sehr gut fährt. Dadurch muss ich nun statt zwei Netzteilen (für XPS-Notebook + Smartphone) nur noch ein universelles Netzteil bei mir führen. Zum ersten mal habe ich das Gefühl, dass USB (Universal Serial Bus) auch wirklich universell ist, denn lange musste man für Notebooks separate Netzteile bei sich führen. Um diverse Geräte an das Netzteil anschließen zu können, habe ich immer ein paar Kabel (USB-C auf USB-C, USB-A auf USB-C und USB-A auf Micro-USB) dabei.

Kopfhörer

Mobil zu arbeiten bedeutet, dass man auch mal dort arbeiten muss, wo es ziemlich laut und unruhig ist. Dies kann im Café, im Coworking-Space oder am Bahnhof der Fall sein. Kopfhörer habe ich schon einige besessen und hauptsächlich für das Hören von Musik genutzt – auch während der Arbeit in der Bahn etc. Vor der Reise in die USA nach Kalifornien habe ich mir jedoch die Bose QuietComfort 35 II* Kopfhörer zugelegt, da diese ein sehr gutes Active-Noise-Cancelling bieten sollen. Ich wollte den 11-stündigen Flug auf jeden Fall gut nutzen und in Ruhe arbeiten können. Im Nachhinein war es die beste Entscheidung, mir die Bose-Kopfhörer zuzulegen. Auch, wenn sie mit ca. 250€ kein Schnäppchen sind, hat sich die Investition durch die Erhöhung der Effektivität bei der Arbeit schon längst amortisiert. Deshalb befinden sich die Kopfhörer immer in meinem Rucksack, um mich bei Bedarf vom irrelevanten Umfeld (z.B. das Getummel in der Bahn) abzuschirmen und effektiv zu arbeiten. Teilweise schalte ich lediglich das Noise-Cancelling ein. Falls es nicht ausreicht, lasse ich leise Musik laufen. Tätige ich Fleißarbeiten ohne hohen Konzentrationsbedarf, darf die Musik auch ruhig ein wenig lauter sein. Weitere Infos und Tipps zum Active-Noise-Cancelling und den Bose-Kopfhörern befinden sich im Blog-Artikel „Allzweckwaffe Active-Noise-Cancelling“.

Powerbank

Als Person, die mobil arbeitet, ist sehr viel digitialisiert (siehe Artikel „Das papierlose Büro auf dem Notebook“ [Link zum Blog-Artikel einfügen]). Das hat viele Vorteile, kann jedoch auch zum Problem werden, wenn der Akku des Smartphones und/oder des Notebooks unverhofft leer geworden ist. Für den Notfall habe ich mir vor 4 Jahren eine Powerbank von INNORI* angeschafft. Sie hat eine Kapazität von 22400mAh. Ich habe es nie ausgereizt, aber theoretisch wären das 6,5 Akkuladungen meines Smartphones (Oneplus 3T). Aufgrund der hohen Kapazität wiegt sie auch ganze 450g. Da ich mein Smartphone im Notfall auch mit meinem Notebook aufladen könnte, würde ich heutzutage vermutlich eher auf eine kleinere Powerbank setzen, die weniger wiegt und vielleicht sogar einen USB-C-Anschluss hat.

Notizbuch

Auch, wenn ich beinahe alles digitalisiert habe, nutze ich noch ein Notizbuch. Ich nutze es, um Gedanken und Ideen schnell und formlos aufschreiben zu können. In einer ruhigen Minute bereite ich die Notizen dann entsprechend auf und digitalisiere sie bei Bedarf.

Plastiktüten

Plastiktüten sollten natürlich möglichst vermieden werden. Sie sind bei mir jedoch kein Einweg-, sondern ein Mehrweg-Produkt. Zwei Tüten gehören immer auf die Packliste meines Rucksacks. Ich nutze sie, falls ich spontan einen Einkauf tätige und eine Tasche für den Transport benötige. Dafür könnte ich auch eine Baumwolltasche verwenden, jedoch haben die Tüten bei mir noch einen zweiten Zweck: Da sich in meinem Rucksack wichtige Elektronik befindet, verstaue ich sicherheitshalber immer alle Flüssigkeiten zusätzlich in einer Plastiktüte. Das können Getränke, aber z.B. auch Quark sein.

Fazit

In meinem Rucksack befinden sich immer alle Dinge, die ich benötige, um jederzeit und überall mobil arbeiten zu können. Auch, wenn alles eingepackt ist, ist er nicht zu schwer, sodass er mein täglicher Begleiter ist. Falls ihr noch Gadgets kennt, die das mobile Arbeiten vereinfachen, schreibt es bitte in die Kommentare. Ich freue mich immer, wenn ich neue Dinge ausprobieren kann.

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