E-Mail-Flut

Sein (E-Mail-)Postfach entschlacken

„Werbung“, „Werbung“, „Rechnung“, „Werbung“, „Brief von der Krankenversicherung“, „Werbung“, … So sieht in etwa der Workflow aus, nachdem man seinen Briefkasten geleert hat. Auch im E-Mail-Postfach sieht es ähnlich aus: „Spam“, „Newsletter“, „E-Mail von Königsfamilie, die mir 20.000.000€ überweisen möchte“, „Benachrichtungen von sozialen Netzwerken“.

Alle unerwünschten Briefe und E-Mails landen direkt im (elektronischen) Papierkorb. Das ist schnell erledigt und kostet scheinbar kaum Zeit. Dem ist leider aber nicht so. Auch das schnelle Sichten und anschließende Entsorgen von unerwünschten Briefen und E-Mails kostet Zeit. Sie summiert sich mit der Zeit auf und verbraucht dabei auch wichtige kognitive Kapazitäten. In diesem Artikel möchte ich ein paar Tipps zusammentragen, wie man seinen Briefkasten und sein E-Mail-Postfach entschlacken kann. Das Ziel ist die Reduzierung der Anzahl der unerwünschten Postsendungen und E-Mails.

Briefkasten

Im Briefkasten liegen neben einer Rechnung wieder 3 Werbeflyer von Mode- und Möbelhäusern sowie vom Baumarkt, bei dem man sich neulich eine Kundenkarte hat andrehen lassen. Statt die Werbung direkt in den Papierkorb zu entsorgen, sollte man sich einen Moment Zeit nehmen und überlegen, warum man diese Werbeflyer und -briefe erhält. Die Werbung vom Baumarkt erhält man u.U., weil man sich neulich für die Kundenkarte registriert hat und der Zusendung von „Informationen zu Produktneuheiten“ zugestimmt hat. Gleiches kann auch beim Modehaus der Fall sein, bei dem sich beim letzten Einkauf die Möglichkeit ergab, die Treuekarte zu beantragen, um direkt 10% zu sparen.

Um der Zusendung der Werbeflyer und -briefe zu vermeiden, sollte man sich einen Moment Zeit nehmen und dem jeweiligen Unternehmen per E-Mail mitteilen, dass man keine weiteren Werbesendungen erhalten möchte. Erstellt man einmal eine E-Mail-Vorlage, lässt sich der Widerspruch innerhalb weniger Minuten erledigen. Ein Zusatznutzen: Durch den Widerspruch tut man auch etwas für die Umwelt, denn die oft ungelesene Werbung landet nicht mehr direkt im Altpapier.

E-Mails

Ähnlich der Werbung, die täglich im Briefkasten liegt, ist es auch bei den E-Mails. Man ruft die E-Mails ab, landet ein Teil davon direkt im Spamfilter und der Rest der unerwünschten E-Mails wird gelöscht. Analog der Prüfung der Post-Werbung, sollte man in diesem Fall prüfen, warum man die Spam-E-Mails erhält. Ist der Absender ein Unternehmen, mit dem man schonmal in Kontakt stand? Hat man sich evtl. die bereits genannte Kundenkarte zugelegt oder bei der letzten Bestellung der Zusendung von Produktneuheiten in Form eines Newsletters zugestimmt?

In diesem Fall kann man sich einfach vom Newsletter abmelden. Am Ende eines jeden Newsletters befindet sich in den meisten Fällen ein Link „Vom Newsletter abmelden“ o.ä., der angeklickt werden kann. Bei sozialen Netzwerken landet man über den Link oft in den Benachrichtigungs-Einstellungen. Dort kann man einstellen, über welche neuen Inhalte, Aktionen etc. man per E-Mail benachrichtigt werden möchte. Nachdem das Vorgehen eine Zeit lang durchgeführt wurde, reduziert sich das E-Mail-Aufkommen bereits merklich im Posteingang.

WICHTIG: Handelt es sich um einen unbekannten Absender, sollte die E-Mail als Spam markiert und gelöscht werden. Bei unbenannten Absendern sollte auf keinen Fall der Link „Vom Newsletter abmelden“ verwendet werden. Dieser dient bei den unberechtigt zugesandten Spam-E-Mails einem anderen Zweck: Die Versender verschicken die Spam-E-Mails willkürlich an zufällige oder gekaufte E-Mail-Adressen. Sie wissen nicht, ob sie tatsächlich beim Empfänger ankommen und gelesen werden. Klickt man als Empfänger nun auf den Abmelde-Link, kann der Versender erkennen, dass die E-Mail-Adresse gültig ist und regelmäßig abgerufen wird. Dadurch erhöht sich der Wert der E-Mail-Adresse, sodass zukünftig noch mehr Spam-E-Mails zugesandt werden.

Fazit

Es erzeugt zwar initial ein wenig mehr Aufwand, den Empfang von Werbe-Post und -E-Mails infrage zu stellen und ggf. zu widerrufen. Jedoch zahlt es sich jedoch bereits nach kurzer Zeit durch ein sauberes E-Mail-Postfach und einen nicht mit Werbung vollgestopften Briefkasten aus. Eine Reduzierung der Werbe-Post wirklich sich ebenso positiv auf die Gebühren für Dienstleitungen aus, die im Artikel „Unterwegs Post empfangen“ vorgestellt werden.

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